Bei einer praxisnahen Übung wurde der Brand eines Traktorgespanns am Feld simuliert. Nach einem kurzen Theorieblock lag der Fokus auf taktischer Brandbekämpfung und Wasserversorgung im landwirtschaftlichen Umfeld.
Am Dienstag, den 30. Juni 2026, organisierten HBM Thomas Höftberger und HFM Martin Nöhammer eine spannende und lehrreiche Feuerwehrübung zum Thema „Brand landwirtschaftliche Maschine“.
Bevor es zur Übungsadresse ging, startete die Mannschaft mit einem kurzen Wissenscheck in der Fahrzeughalle. Dabei wurden die besonderen Gefahren bei Bränden von landwirtschaftlichen Maschinen ausführlich besprochen.
Landwirtschaftliche Geräte wie Mähdrescher, Ballenpressen oder Häckselmaschinen stellen aufgrund ihrer Größe und Bauweise eine besondere Herausforderung dar. Oft sind sie schwer zugänglich und weisen eine hohe Brandlast auf – insbesondere während der Erntezeit.
Auch technische Faktoren erhöhen das Risiko: Antriebe über Riemen oder Hydrauliksysteme können sich stark erhitzen, während der Kontakt von Messern mit Steinen Funken erzeugen kann. Diese können in Verbindung mit aufgewirbeltem Staub des Erntegutes rasch zu einem Brand führen.
Nicht außer Acht zu lassen sind auch Traktoren selbst, bei denen sowohl die Brandlast der Reifen als auch große Mengen an Treibstoff und Hydrauliköl eine erhebliche Gefahr darstellen.
Ein besonderes Risiko bei solchen Einsätzen ist die schnelle Brandausbreitung. Gerade bei Bränden auf Feldern kann sich das Feuer durch Wind sehr rasch ausbreiten. In den heißen Sommermonaten während der Ernte sind Böden und Vegetation zudem besonders trocken. Daher wurde im Theorieteil auch auf taktische Vorgehensweisen aus der Flur- und Waldbrandbekämpfung hingewiesen.
Im Anschluss erfolgte die praktische Übung. Die Mannschaft wurde in Trupps eingeteilt und es ging zur Übungsadresse in auf ein Feld vor der Hausruckölmühle. Danke hier dem Hausherren Zöbl Martin!
Angenommen wurde der Brand eines Traktorgespanns direkt am Feldrand. Ziel der Übung war es, den Brand rasch unter Kontrolle zu bringen, eine weitere Ausbreitung zu verhindern, die Wasserversorgung sicherzustellen und den Brand vollständig zu löschen.
Der Atemschutztrupp des Tanklöschfahrzeuges begann unmittelbar mit der Brandbekämpfung. Die Wasserversorgung wurde durch das Löschfahrzeug über einen nahegelegenen Löschteich eines Betriebes sichergestellt.
Durch einen koordinierten beidseitigen Löschangriff konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht und schließlich vollständig abgelöscht werden.
Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig ein strukturiertes Vorgehen und eine gesicherte Wasserversorgung bei Bränden landwirtschaftlicher Maschinen ist. Ein großer Dank gilt den Übungsorganisatoren für die praxisnahe Ausarbeitung dieser interessanten Übung.
Übungsleitung: HBM Höftberger Thomas & HFM Nöhammer Martin
Mannschaft: 15 Mann
Dauer: ca. 2,0 h
© Fotos FF Aistersheim