Eine spannende Einsatzübung stellte die Feuerwehr Aistersheim vor mehrere Herausforderungen: Vermuteter CO-Unfall im Mostkeller, eine bewusstlose Person, sowie eine weitere eingeklemmte Person in der Tiefgarage. Gemeinsam mit der Feuerwehr Ruhringsdorf konnten alle Szenarien erfolgreich abgearbeitet werden – eine realitätsnahe Übung für den Ernstfall. 💪🚨
Am Dienstag, 10.03.2026 fand eine realitätsnahe Einsatzübung bei der Familie Höftberger statt. Übungsannahme war ein vermuteter CO-Unfall im Mostkeller des Gebäudes.
Unmittelbar nach der Übungsalarmierung rückten wir mit TLF und KDO zur Einsatzstelle aus. Beim Eintreffen konnte zunächst keine Person vorgefunden werden, allerdings waren laute Motorengeräusche aus dem Innenhof hörbar.
Der Gruppenkommandant des TLF, ausgerüstet mit einem CO-Warner, begann mit der inneren Erkundung. Parallel dazu umrundete der Einsatzleiter das Gebäude von außen. Im 1. Obergeschoss konnte schließlich der Notrufteilnehmer – ein Mieter aus der darüberliegenden Wohnung – angetroffen werden. Dieser hatte aufgrund der anhaltenden Motorengeräusche aus dem Mostkeller die Feuerwehr alarmiert.
Währenddessen machte sich bereits ein Atemschutztrupp einsatzbereit. Noch vor der Kellertür schlug der CO-Warner Alarm, weshalb der Atemschutztrupp des TLF zur weiteren Erkundung unter Atemschutz in den Keller geschickt wurde.
Da kein zweiter eigener Atemschutztrupp zur Verfügung stand, wurde die Feuerwehr Ruhringsdorf mit dem KLF und Atemschutz über Florian Aistersheim zur Übung nachalarmiert.
Der erste Atemschutztrupp fand im Keller eine bewusstlose Person, die rasch ins Freie gerettet wurde. Nachdem die Person wieder zu Bewusstsein kam, berichtete sie von einem Kollegen, der in der angrenzenden Tiefgarage mit Arbeiten beschäftigt sei.
Kurz darauf traf die Pumpe Ruhringsdorf ein. Diese erhielt von TANK Aistersheim ein Mehrgasmessgerät und begann anschließend mit der Erkundung der Tiefgarage. Dort wurde eine Person unter einer Landmaschine eingeklemmt vorgefunden. Mittels Hebelwerkzeug konnte die Person rasch befreit und gerettet werden.
Im Anschluss wurde der Mostkeller belüftet und mit Messgeräten kontrolliert, bevor der Bereich wieder freigegeben werden konnte.
Parallel zu den Arbeiten wurde der Notrufteilnehmer aus der Wohnung über den Balkon mittels Steckleiter in Sicherheit gebracht.
Ein großer Dank gilt der Familie Höftberger, die uns das Objekt für diese realitätsnahe Übung zur Verfügung gestellt hat.
Nach Abschluss der Übung wurden die Atemschutzflaschen bei der Füllstation der Feuerwehr Haag am Hausruck wieder gefüllt. Nach einer gemeinsamen Schlussbesprechung vor Ort rückten wir anschließend ins Feuerwehrhaus Aistersheim ein, wo der Übungsabend bei einer gemeinsamen Jause gemütlich ausklang. 🚒💪
Übungs Einsatzleiter: HBI Kaltseis Stefan
Mannschaft: 15 Mann
Dauer: ca. 2,0 h
© Fotos FF Aistersheim